Verfasst am 08.11.2026 um 13:20 Uhr

Erhöhung des Verbandsbeitrages ab 2027 - Neue Mitarbeitende in Bezirksverband

Liebe Gartenfreundinnen und Gartenfreunde,

Personal:

Wir freuen uns mitteilen zu können, dass wir weitere kompetente Mitarbeitende für die Geschäftsstelle gewinnen konnten. Mit ihnen sind wir personell besser aufgestellt und haben offene Stellen besetzt. Wir sorgen damit für reibungslose Abläufe und kürzere  Bearbeitungszeiten im Bezirksverband.

Seit 01.10.2026 unterstützt uns Dajana Gehring zunächst auf Minijobbasis. Frau Gehring ist ausgebildet als Steuerfachangestellte und damit in der Verwaltungstätigkeit und im Bereich Finanzen sehr erfahren. Außerdem ist sie bei der KGA Gartenvörde seit einigen Jahren als Schatzmeisterin im Amt.

Seit 20.10.2026 verstärkt uns Mathias Kitzing derzeit mit 20 Wochenstunden auf Midijobbasis in der Abt. Wertermittlung. Herr Kitzing verfügt als Wertermittler Bau des Bezirksverbandes der Kleingärtner Schöneberg - Friedenau über viel Erfahrung und hat sogar eine App entwickelt, mit der die Bearbeitung der Wertermittlungen erleichtert wird. Er ist Industriekaufmann und beruflich im Projektmanagement erfahren.

Herzlich Willkommen!


Verbandsbeitrag:

Um unser Personal langfristig zu binden und die Auskömmlichkeit unseres Verbandes zu sichern, müssen wir den Verbandsbeitrag ab 2027 um 10 Euro pro Jahr/Parzelle anheben.

Wortlaut aus dem Beschlussantrag für die Delegiertenversammlung am 26.11.26:

Der Beitrag unseres Verbandes ist seit dem Jahr 2019 (mit kurzer Unterbrechung) unverändert. Neben dem seither aufgelaufenen Kaufkraftverlust durch die allgemeine Inflation (rund 27,2 % laut Statistischem Bundesamt) steht der Verband vor einer strukturellen Herausforderung in der Personalplanung, die eine Anpassung der Einnahmen zwingend erforderlich macht.
Die vorgeschlagene Neukalkulation begründet sich aus zwei wesentlichen Säulen:

1. Inflationsausgleich bei den Sachkosten
Der aktuelle Beitrag von 70,00 Euro besitzt heute nur noch die Kaufkraft von rund 55,00 Euro seit 2019. Der Verband ist von Preissteigerungen für u. a. die Verwaltung, IT-lnfrastruktur, Porto und Versicherungen betroffen, die ausgeglichen werden müssen. Da allein der Inflationsausgleich bei ca. 89 Euro liegt, bedarf es einer schrittweisen Anpassung.

2. Professionalisierung der Geschäftsstelle und faire Vergütung (in Anlehnung an den  Tarifvertrag des Länder TV-L / Öffentlicher Dienst)

Die gestiegenen Anforderungen an die Verwaltung und Mitgliederbetreuung unseres Verbandes lassen sich nach der Insolvenz mit unzureichendem Personalschlüssel nicht mehr tragfähig abbilden.
- Abkehr vom Mindestlohn: Unser Personal in der Geschäftsstelle wurde bisher weitgehend auf Mindestlohn-Niveau vergütet. Dies wird der Verantwortung, der Qualifikation und dem geleisteten Arbeitspensum nicht gerecht. Zudem erschwert diese Vergütungsstruktur die langfristige Bindung sowie die Gewinnung von qualifizierten Mitarbeitenden erheblich.
- Orientierung am TV-L: Um die Geschäftsstelle dauerhaft zu professionalisieren, stabile Verbandsstrukturen zu sichern und unserer sozialen Verantwortung als Arbeitgeber gerecht zu werden, halten wir eine Anpassung der Gehälter an das untere Niveau des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst der Länder für notwendig.

Fazit:

Die Anpassung des Beitrags sichert somit nicht nur den Erhalt des Verbandes, sondern ist eine Investition in eine zukunftsfähige, professionelle und verlässliche Geschäftsstelle, die den Mitgliedern durch angemessene Servicequalität und Bearbeitungszeiten direkt zugutekommt. Vergleichbare andere Berliner Bezirksverbände erheben derzeit jährlich Mitgliedsbeiträge zwischen 90 und 120 Euro.

Warum kommt das so kurzfristig?

Nach der Insolvenz und aufgrund insolvenzbedingter sehr später Jahresabschlüsse für 2025 können wir erst jetzt absehen, wie viel finanzielle Mittel wir benötigen, um unseren Bezirksverband auskömmlich und verantwortlich zu führen und die Mitarbeitenden angemessenen zu bezahlen. Während der Insolvenz war die Geschäftsstelle des Bezirksverbandes nur notbesetzt.

Wieso wollen wir uns an dem Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes orientieren?

Weil wir uns für unsere Beschäftigten im Verwaltungs- und kaufmännischen Bereich nicht am Tarifvertrag für z. B. Floristenmeister orientieren können. Orientieren heißt in dem Falle, dass wir ein Monatseinkommen zahlen, was annähernd dem des TV-L entspricht und das auch nur im unteren Bereich. Weitere Regelungen des TV-L werden nicht angewendet, es geht lediglich um die Höhe des Einkommens. Auf dieser Grundlage ein Vergleichsentgelt zu bilden, was in etwa der Tätigkeit in der öffentlichen Verwaltung nahekommt, ist legitim und in vielen Bereichen gängige Praxis.

Betrifft das auch den Vorstand des BV?

Nein, natürlich nicht. Mit der Erhöhung des Verbandsbeitrages sollen die Wochenstunden einzelner Mitarbeitender im Bezirksverband erhöht und das Einkommen aufgewertert werden.
Der 5-köpfige Vorstand des Bezirksverbandes erhält, wie es bei der vorherigen Delegiertenversammlung besprochen und abgestimmt wurde, weiterhin für 3 Vorstandsmitglieder jeweils ein Minijobgehalt (zZt. 603 Euro monatlich je Person, u. a. für Verdienstausfall aus der Haupttätigkeit) und für 2 Vorstandsmitglieder die Ehrenamtspauschale (zZt. pro Jahr und Person 960 Euro).

Wir laden alle Gartenfreunde ein, sich bei weiteren Fragen und Anmerkungen direkt an den Vorstand per Mail: vorstand@gartenfreunde-pankow.de zu wenden.

Freundliche Grüße

Der Vorstand